Ohne Kontrolle kein Abnehmen – warum Waagen & Co. Sinn machen

Ohne Kontrolle kein Abnehmen – warum Waagen & Co. Sinn machen

Abnehmen im Alltag, Diät, Fasten, Gewicht, Körperfett

Was bringen Körperfettwaage, Schrittzähler & Co.?

So frustrierend der Blick auf Waage oder Fitnessarmband manchmal sein mag – ohne regelmäßiges Überwachen deines Fortschrittes, verlierst du dein Abnehmziel schnell aus den Augen. Mittlerweile wird eine Unmenge an Technik angepriesen, die dich beim Abnehmen „unterstützen“ soll. Aber was bringen Körperfettwaage, Schrittzähler & Co. wirklich? In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr mehr:

 

Ziele setzen

Du hast dir das Ziel gesetzt abzunehmen? Wie viel Erfolg du damit hast, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel:

  1. Hast du dir ein realistisches Ziel gesetzt?
  2. Hast du die für dich passende Abnehmmethode ausgewählt?
  3. Setzt du die angewandte Methode für dich richtig um?
  4. Bis du konsequent in der Umsetzung?

Zu den Punkten 1 und 4 habe ich einen eigenen Beitrag verfasst. Schau dir diesen am besten gleich mal an.

Die Frage, ob du die für dich richtige Abnehmmethode und die richtigen Maßnahmen der Umsetzung gewählt hast, kannst du nur beantworten, wenn den Trend zu deinem Freund machst, sprich: deinen Fortschritt kontinuierlich überwachst. Und hierbei können dir diverse Helferlein zur Seite stehen.

 

Körpergewichtswagen

Im ersten Schritt bietet es sich natürlich an, vor, während und nach einer Diät sein Gewicht zu messen. Hierfür gibt es viele kostengünstige Wagen im Markt. Dass man bei der Wahl einer einfachen Personenwaage kaum etwas falsch machen, belegt ein Test von Stiftung Warentest, auch wenn dieser bereits einige Jahre alt ist: In Sachen „Messgenauigkeit“ schnitten fast alle getesteten Waagen mit „befriedigend“ oder besser ab.

Entscheidend bei deiner Wahl sind viel mehr:

  1. Die Optik: Wenn du ein schickes Bad hast, willst du dir dieses sicherlich nicht durch eine hässliche Waage verschandeln wollen. Oder positiv ausgedrückt: Vielleicht willst du mit einer stylischen Waage dein Bad aufpeppen… 😉
  2. Die Benutzerfreundlichkeit: Gerade bei diesem Punkt werden doch deutliche Unterschiede sichtbar. Hierbei geht es besonders um das Erfassen und Speichern der Werte, damit du so einen Trend ablesen kannst. Wenn ein Blatt Papier und ein Bleistift für dich ausreichend ist, dann musst du dir keine weiteren Gedanken machen. Ein auch etwas in die Zeit gekommene Variante ist einen Trendanzeige auf dem Display der Waage. Hier kannst du schön einen Verlauf erkennen und gegensteuern, wenn sich dein Trend in die falsche Richtung umkehrt. Viele von uns freuen sich aber vermutlich, wenn der Gewichtsverlauf automatisch in einer App dargestellt wird, entweder in der App des Waagenherstellers, oder, wenn von euch genutzt, mit automatische Übertragung an weitere Systeme, z.B. Apple Health.

Dein Gewicht zu tracken ist ein guter erster Schritt, allerdings zeigt dir das Körpergewicht alleine nicht an, ob du auf dem richtigen Weg bist Fett abzubauen. Klar, denn es gibt mehrere Variablen, die dein tägliches Gewicht beeinflussen, nämlich die Muskel- und Fettmasse, der Wasseranteil, sowie der Magen- und Darminhalt. Andere Faktoren tragen natürlich auch zu deinem Gewicht bei, bleiben aber hoffentlich ziemlich konstant (wie dein Skelettgewicht…). Dein Wasseranteil sowie dein Magen- und Darminhalt können dein Tagesgewicht tatsächlich um ein bis zwei Kilos (oder sogar mehr) schwanken lassen. Damit dies nicht deine Trendkurve beeinflusst, solltest du dich immer am Morgen, direkt nach aufstehen und Wasser lassen wiegen. So hast du die beste Chance diese Faktoren so weit wie möglich zu „neutralisieren“.

 

Diagnosewaagen

Relevant für euch sind neben dem Gesamtkörpergewicht insbesondere deine Muskel- und Fettmasse. Beides lässt sich ebenfalls messen, z.B. mit Diagnosewaagen.

Eine Diagnosewaage (häufig auch Körperfettwaage genannt) misst neben dem Gewicht auch Werte wie Körperfett, Wasserhaushalt oder Muskelanteil und berechnet daraus Werte wie den Body Mass Index (BMI) oder deinen Kaloriengrundumsatz. Der BMI alleine ist zwar nicht besonders aussagekräftig, der Trendverlauf des BMIs jedoch sehrwohl.

Diagnosewaagen arbeiten mit der bioelektrischen Impedanz-Analyse. Dabei wird ein (nicht spürbarer und ungefährlicher) Stromimpuls durch deinen Körper geschickt. Die Diagnosewaage misst deinen elektrischen Widerstand, d.h., wie gut der Strom durch deinen Körper geleitet wird und berechnet daraus Muskel- und Fettanteil (und mehr). Das ist möglich, da Muskeln und Wasser eine gute elektrische Leitfähigkeit besitzen, wohingegen Knochen und Körperfett nicht gut leiten, also einen hohen Widerstand haben.  Bei der Berechnung berücksichtigt die Waage verschiedene Faktoren, die du ihr vorher preisgeben musst, z.B. dein Alter, Geschlecht und Größe.

Diagnosewaagen ermitteln Muskelmasse und Körperfettanteil nur annäherungsweise. Das liegt daran, dass die meisten Diagnosewaagen für Privathaushalte lediglich zwei Fußelektroden beinhalten, weshalb der Strom nicht durch den ganzen Körper fließen kann. Aktuell gibt es zwei Geräte auf dem Markt, bei denen zur Messung zusätzlich noch Elektroden in die Hände genommen werden. Dennoch gilt auch hier: Wenn du eine bioelektrische Impedanz-Analyse beim Arzt durchführen lässt, dann werden dort nicht nur mehr Elektroden verwendet, der Mitarbeiter sind auch darin geschult die Ergebnisse richtig zu bewerten. Mehr zum Thema kannst du in Wikipedia nachlesen.

Kann man sich also das Geld Diagnosewaagen sparen? Ich meine nein, denn ob du auf dem richtigen Weg bist können diese Geräte doch sehr gut anzeigen. Wenn du beispielsweise eine Diät ausprobierst, dann ist es absolut hilfreich festzustellen, wie sich dein Gewicht im Verhältnis zum Körperfettanteil und deiner Muskelmasse verändert. Wird deine Muskelmasse deutlich weniger, dann solltest du dringend gegensteuern! Um diesen Trend festzustellen, ist es nicht so wichtig, ob der Startwert ganz exakt ist oder nicht. Der Trend wird dir dennoch vor Augen geführt.

Ich habe mir mehrere Diagnosewaagen angesehen und zwei davon ausgiebig getestet. Hier findest du meine Bewertung der Beurer BF 850 sowie der Omron BF511.

Weitere technische Helferlein stelle ich dir in einer meiner nächsten Blogbeiträge vor.

Bis dann,

Sven

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