Intervallfasten – der Praxistest (1)

Intervallfasten – der Praxistest (1)

Hallo Leute,

ich muss zugeben, das Prinzip des Intervallfastens hat es mir angetan. Mal sehen, ob sich die 5/2 Methode einfach in meinen Alltag einbauen lässt. Und vor allem interessiert mich natürlich, ob das intermittierende Fasten tatsächlich Abnehmerfolge bringt.

 

Wichtig: Ziele setzen

Weil ich diesen Test ernst nehme, habe ich mir im Vorfeld Ziele gesetzt, deren Einhaltung ich regelmäßig kontrollieren will. Warum es für den Abnehmerfolg wichtig ist Ziele zu setzen erfährst du in meinen Blogposts zum Thema Ziele setzen für das Abnehmen im Alltag.

Wie dort beschrieben, setze ich mir bewusst kein Kilogrammziel, sondern konzentriere mich darauf mir die richtigen Schritte zum Abnehmerfolg vorzunehmen. Folgendes Ziel habe ich mir auf einen gelben Zettel notiert, den ich an den Kühlschrank gehängt habe:

„In den nächsten 30 Tagen nehme ich mit Intervallfasten ab. Hierbei nehme ich an zwei von fünf Tagen konsequent nicht mehr (und nicht viel weniger) als 600 Kilokalorien zu mir. Die Fastentage plane ich bewusst auf Tage, dir mir das Fasten leichter machen. Außerhalb der Fastentage behalte ich meinen gewohnten Lebensstil bei, ich werde in dieser Zeit keine Einladung zum Essen bei Freunden ausschlagen und auch nicht auf Alkohol verzichten. Ich bleibe bei meinem Vorsatz, zwei Mal pro Woche Sport zu machen.“

Mein Ziel ist gemäß der SMART Methode also:

Spezifisch: ich nehme ab (psychologisch richtig formuliert)

Messbar: 1. an zwei von fünf Tagen in der Woche nehme ich um die 600 Kilokalorien zu mir, 2. ich plane die Fastentage bewusst im Voraus, 3. außerhalb der Fastentage behalte ich meinen gewohnten Lebensstil bei, 4. ich mache zweimal Sport pro Woche (ich messe hier die Schritte zum Erfolg, nicht das Endergebnis)

Attraktiv: Mit dem Abnehmerfolg vor Augen und bei fünf Tagen, an denen alles erlaubt ist, bin ich durchaus motiviert

Realistisch: Das soll dieser Eigentest zur Umsetzung des Intervallfastens im Alltag herausfinden

Terminiert: Mein Selbsttest ist auf 30 Tage ausgelegt.

 

Los geht’s…!

 

Tag 0 – Donnerstag (Fastentag)

Ich habe mir vorgenommen, mich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen (und Wasserlassen) zu wiegen. Dafür verwende ich eine Diagnosewaage (lies hier meinen Blogpost über Diagnosewaagen), die mir nicht nur mein Gewicht anzeigt, sondern auch meinen Körperfett- und Muskelanteil. Wie sich meine Muskeln entwickeln will ich unbedingt überwachen, denn es soll ja Fett abgebaut werden, keine Muskelmasse.

Startgewicht: 80,0 kg

Körperfettanteil: 19,6%

Muskelanteil: 37,4%

Da heute mein erster Intervallfastentag ist, darf ich nur 600 Kilokalorien zu mir nehmen. Offengesagt, ist es mir zu aufwändig ein kalorienoptimiertes Gericht zusammenzustellen, insbesondere an einem Arbeitstag. Daher habe ich mich dazu entschieden mir ein Formular Shake schmecken zu lassen. Dazu nehme ich ein bisschen Fett zu mir, damit mein Körper die Nährstoffe auch gut aufnehmen kann. Eine Omega 3 Kapsel erfüllt diesen Zweck bei mir. Bitte bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln auf deren Qualität achten!

Ich trinke recht viel den ganzen Tag über. Das Hungergefühl hält sich absolut in Grenzen. Morgen darf ich wieder Essen – das ist auszuhalten.

Motiviert wie ich bin, gehe ich am Abend noch ich ins Fitness Center.

 

Tag 1 – Freitag

Gewicht: 78,7 kg

Körperfettanteil: 19,7%

Muskelanteil: 37,7%

Wie, habe ich nach einem Fastentag etwa schon über ein Kilo abgenommen? Das wäre ja der Wahnsinn. Leider muss man Realist bleiben – das war kein nachhaltiges Kilo Körpergewicht, das verschwunden ist. Dennoch ist das schon mal gut für die Motivation. Meinen aktuellen Körperfett- und Muskelanteil ignoriere ich, da kleine Schwankungen nicht aussagekräftig sind. Hier zählt (wie beim Gewicht) ausschließlich der Trend.

Heute wird wieder normal gegessen. Dabei macht es mir auch nichts aus, wenn es mehr als drei Mahlzeiten am Tag sind.

 

Tag 2 – Samstag

Gewicht: 79,7 kg

Körperfettanteil: 20,0%

Muskelanteil: 37,2%

Oh Mann, nach dem Gewichtssturz des Vortages fast alles wieder drauf. Na ja, wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein. Heute Abend geht’s auf eine Craft-Bier Messe. Die Kalorien lassen grüßen…

 

Tag 3 – Sonntag

Gewicht: 80,0 kg

Körperfettanteil: 20,2%

Muskelanteil: 37,1%

Na ja, nach dem Biergenuss gestern Abend war ja nichts anderes zu erwarten…  ;-(    Das soll meine Motivation das Intervallfasten zu testen aber nicht schmälern!

Tag 4 – Montag (Fastentag)

Gewicht: 80,1 kg

Körperfettanteil: 18,8%

Muskelanteil: 37,9%

Das Gewicht hat sich konstant gehalten, aber der Körperfettanteil ist doch auffällig gesunken. Da geht offensichtlich nicht alles mit rechten Dingen zu.

Heute wird wieder gefastet. Gleichzeitig gehe ich auf Dienstreise für drei Tage. Daher bleibe ich wieder bei den Shakes: morgens eines noch zuhause, für mittags und abends nehme ich mir ein bisschen Pulver sowie meine Blender Bottle mit. Da brauche ich nur noch ein bisschen Wasser und das war es. Am Abend kann ich festhalten: Ließ sich recht unkompliziert umsetzen.

 

Tag 5 – 6

Da ich unterwegs bin fällt das Wiegen aus. Ich verbringe den ganzen Tag auf einer Messe und stehe mir die Beine in den Bauch – hoffentlich verbrenne ich damit ein paar mehr Kalorien als hinterm Schreibtisch. Das ist auch notwendig, denn das Hotelfrühstück ist außergewöhnlich gut (entsprechende Mengen habe ich vertilgt) und das Essen auf der Messe beschränkt sich auf kalorienreiche Sandwiches. Die Messepartys am Abend erhöhen die Kalorienzunahme nochmals zusätzlich.

Am Abend des 6. Abends geht’s ins Fitness Center, in der Hoffnung eine böse Überraschung beim morgendlichen Wiegen zu vermeiden.

 

Tag 7 – Donnerstag

Gewicht: 78,4 kg

Körperfettanteil: 18,4%

Muskelanteil: 38,1%

Jetzt bin ich doch positiv überrascht. Mein Gewicht hat stark abgenommen, mal sehen was die Waage morgen anzeigt. Der beim letzten Mal angezeigte Körperfettanteil hat stabilisiert und sogar nochmals ein bisschen reduziert. Das Intervallfasten funktioniert also auch in Kombination mit dem Beruf.

 

Tag 8 – Freitag

Gewicht: 78,4 kg

Körperfettanteil: 18,8%

Muskelanteil: 37,8%

Alles im grünen Bereich. Heute Abend geht es allerdings mit den Jungs auf die Piste – da werden wohl einige flüssige Kalorien in Form von Alkohol dazukommen…

 

Tag 9 – Samstag

Gewicht: 79,5 kg

Körperfettanteil: 16,9%

Muskelanteil: 39,0%

Der gestrige Abend hat meinem Gewicht erwartungsgemäß (kurzfristig) nicht so gut getan. Da sich aber auch die Werte für Körperfett- und  Muskelanteil stark verändert haben, traue ich den Werten der Diagnosewaage nicht wirklich. Mal sehen wie das morgen aussieht.

Eigentlich wollte ich heute meinen Fastentag einlegen. Da ich noch ein paar Wehwehchen von zu wenig Schlaf (und zu viel Alkohol) spüre, verschiebe ich das lieber auf morgen. Schön, dass das Intervallfasten nach der 5/2 Methode ziemlich flexibel angewandt werden kann.

 

Tag 10 – Sonntag (Fastentag)

Gewicht: 79,3 kg

Körperfettanteil: 19,0%

Muskelanteil: 37,7%

Wie erwartet sind Körperfett und Muskelanteil wieder in der Trendlinie.

Heute wird wieder gefastet. Da ich mit meinem Sohn ins Kino gehe und er sich gewünscht hat, dass wir vorher ins Hans im Glück zum Burgeressen gehen, werde ich von meiner reinen Formular Shake Diät abweichen, konkret heißt das 2 x Shake und 1 x gemischter Salat im Restaurant. Im Restaurant hätte ich mir dann schon gerne einen Burger gegönnt. Da es morgen wieder normal zu Essen gibt, kann ich mir diesen aber verkneifen.

Am Abend geht’s dann noch ins Fitnesscenter.

 

Zwischenfazit:

Ein Drittel des Selbsttests zum Intervallfasten im Alltag ist bereits um. Das ging wirklich super schnell. Drei Fastentage habe ich bereits hinter mich gebracht. Der Hunger hielt sich definitiv in Grenzen. Meine Entscheidung für die Fastentage hauptsächlich auf Formular Shakes zu setzen habe ich nicht bereut, denn damit entfällt sowohl das aufwändige Kalorienrechnen, als auch die Frage, wie ich die ausgewählten Speisen in alle Situationen meines Alltags einbauen kann.

Gewichtsmäßig hat sich noch nicht allzu viel getan. Aber gemäß meiner Zielsetzung lege ich da keinen Fokus drauf.

Ich bin gespannt wie es weiter geht! Hier geht’s zum 2. Teil meines Selbsttests.

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